Sonntag, 4. Dezember 2016

Meine Erkenntnisse 2016

Es gibt Leute, die nachts mit einer selbst gebastelten Lanze losziehen, um Pferde aufzuschlitzen und es gibt Leute, die mit dem Gewehr im Wald lauern, um Rehe und Wildschweine abzuknallen.
Die gehören alle in dieselbe Anstalt.

Neun von zehn "harten Kerlen", die Fleisch essen, artfremde Muttermilch trinken und dumme Witze über Veganer machen, haben nicht die Nerven, sich eine Dokumentation über industrielle Haltungs- und Schlachtmethoden anzuschauen.
Verlogene Weicheier...

Woran machen Tierleidverwerter eigentlich fest, dass man den Bauern, Metzgern und Schlachtern um die Ecke "vertrauen" kann? Am freundlichen Lächeln? An dem Umstand, dass sie nicht weit weg wohnen? Weil die richtigen Arschlöcher nur im Fernsehen existieren? Es ist nicht anders als bei Menschen, die immer weghören, wenn die Nachbarn die Kinder verdreschen. Die "Nachbarn des Vertrauens".

Während man sich drüber aufregt, dass die Wurst ohne Gammelfleisch als Wurst bezeichnet wird, war die Kackwurst nie ein Problem.
Das liegt daran, dass Leichen- und Kackwurst quasi artverwandt sind.
Dafür sprechen Indikatoren wie Geruch, Konsistenz, ungesunde Inhaltsstoffe und der Naturdarm.
Vor allem ist das Züchten, Töten und Verwursten von leidensfähigen Individuen einfach scheiße...
Bon Appétit!

Ich frage mich, ob (und wenn ja, warum) sich Frauen, die Pelz tragen, die Beine, Achseln und den Intimbereich enthaaren...
"Schöner Pelz, den sie da anhaben!"
"Oh, danke!"
"Gern... Passt zu ihrem Oberlippenbart!"

Ein paar neue Cartoons...




Donnerstag, 3. November 2016

"Noch mehr Wuschel Geschichten" - ab 02. Dezember 2016 im Handel!

Jetzt ist Wuschel also ein kleiner veganer Bär. Und was passiert, wenn Papa Bär plötzlich mit einem Fisch da steht, die Kinder in der Schule wenig Verständnis zeigen und Menschen einen komisch anstarren?

Der zweite Wuschel-Band geht in den Druck und ist ab dem 2. Dezember im Handel erhältlich. ;o)
Sei dabei, wenn ein kleiner Bär in der Schulpause mehr lernt als im Unterricht, seinem Papa etwas über Empathie beibringt und die Welt der Menschen kennenlernt.
Drei spannende Geschichten, die vegan lebenden Kindern Identifikationspunkte bieten und generationsübergreifend zur Reflexion anregen.
Kindgerecht erzählt und illustriert von Schlunz.
Die Bücher werden klimaneutral, nachhaltig und ohne tierliche Zusatzsstoffe produziert.



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Montag, 26. September 2016

Tierleid-Junkies

Unsere Gesellschaft hat wenig Verständnis für Drogenabhängige.
Dennoch bietet sie ihnen Möglichkeiten zur Therapie, Substitution und Resozialisierung.
Alkohol, Heroin, Koks, Amphetamine, alles ist überwindbar, mit etwas Charakterstärke und gutem Willen.
Dass ich selbst von 1991 bis 94 hochdosiert an der Nadel hing, ist kein Geheimnis.
Ich hab dann "einfach" aufgehört (ohne Therapie und Substitution), nachdem ich feststellte, dass ich physisch und psychisch am Ende war.
Während dieser drei Jahre des Opiat-Konsums war ich in der Gesellschaft ein Außenseiter. Beschaffungskriminalität fiel bei mir zwar weg, weil ich mit dem Bemalen von Designerklamotten rund 6000 Mark im Monat machte, aber die verschiedenen Prioritäten und Wahrnehmungen führen zur Diskrepanz. Somit bleiben Junkies unter sich, genauso wie die "Normalen" und "Gesunden".
Nach erfolgreicher Selbstresozialisierung, die ohne ein paar alte Freunde um einiges schwerer ausgefallen wäre, war ich wieder ein Teil der "normalen" und "gesunden" Gesellschaft.
Der Konsum hatte aber seine Spuren hinterlassen. Man schätzte mich rund zehn Jahre älter als ich tatsächlich war.
Die vegetarische Ernährung, die während der drei Jahre des Konsums pausierte, nahm ich wieder auf und 2002 erfuhr ich, was es mit männlichen Küken und Kälbern auf sich hat.
Ich hinterfragte, ob ich überhaupt das Recht habe, ein Tier als nutzbar anzusehen und wurde umgehend vegan.
Nachdem ich den Entschluss Freunden mitteilte, arrangierten sie ein Sit-in, um mir zu vermitteln, wie sehr sie um meine Gesundheit besorgt seien. "Eiweißmangel, Muskelschwund, Haarausfall, brüchige Fingernägel, Gehirnschrumpfung, Verschwulung und Impotenz, du spielst mit deinem Leben!"

Seit dem sind 14 Jahre vergangen und alles hat sich komplett gedreht.
Man schätzt mich regelmäßig auf 28 Jahre, maximal 35. Nächsten Frühling werde ich 48.
Die "Gesunden" und "Normalen" sehen auf einmal alt aus. Menschen in meinem Alter könnten meine Eltern sein. Und sie leiden unter einem unglaublichen Suchtverhalten, das ihre Körper, ihren Geist und den Planeten zerstört. Ein Suchtverhalten, das nur befriedigt werden kann, wenn dafür unzählige leidensfähige Individuen gezüchtet, manipuliert, ausgebeutet und ermordet werden.
Dass der regelmäßige Konsum von Tierleidprodukten zu physischer Abhängigkeit führt, kann man nicht leugnen.
Fleisch enthält Stress- und Schmerzhormone. Tiere, die vor ihrem Tod über viele Kilometer transportiert werden und im Schlachthaus bis zum Trauma mit Angst und Schmerzen konfrontiert werden, produzieren sehr viel Adrenalin und Endorphine (körpereigenes Morphium).
Milch und Milchprodukte enthalten Casomorphine. Die sollen eigentlich das Kalb belohnen und beruhigen, finden sich aber hochkonzentriert im Käse für erwachsene Menschen.
"Auf Fleisch könnte ich ja noch verzichten, aber auf Käse..." Tausendmal gehört.
Wo alle guten Argumente verhallen und die psychische Abhängigkeit ("weil es mir schmeckt") trotzig in den Fokus gesetzt wird, ist man von Junkies umgeben.
Für Tierleid-Junkies gibt es keine Therapien und keine Therapeuten, aber viele Werbespots, die ihren Konsum im Gang halten, für eine Wirtschaft, die von ihrer Sucht lebt.

Den meisten Langzeitveganern geht es ähnlich wie mir. Auch sie werden jünger geschätzt.
Manch veganer Misanthrop und Miesepeter schafft es, den ernährungsbedingten Vorteil durch negative Gedanken zu kompensieren und es ernähren sich nicht alle VeganerInnen gesund, aber im Schnitt sehen vegan lebende Menschen jünger und gesünder aus.
Wenn der Verdauungstrakt ein Leben lang mit Art untypischen Verwesungsprozessen befasst ist und der Körper ungesunde Fette und Eiweiße verarbeiten muss, die zu Ablagerungen und Muskelübersäuerung führen, hinterlässt das seine Spuren.
Schwammige Gesichter mit merkwürdigen Dellen, schlaffer, großporiger Haut und kragenabwärts wird es nicht besser. Auch mit normalem BMI sehen sie alt aus.
Da die gleichaltrigen Artgenossen in der Masse genauso verbraucht und scheiße aussehen, fehlt der Vergleichswert, weshalb das Problem nicht als solches wahrgenommen wird.
Für Meth-Junkies gibt es zur Abschreckung "Vorher-Nachher-Grafiken", bei Tierleid-Junkies heißt es nur "so sieht man halt aus, wenn man 47 ist". Gruselig...

Ich habe die wohl härteste Droge der Welt besiegt und realisierte, dass ich von Druffis umgeben bin, die sich viel schlimmer verhalten als meine einstigen Leidensgenossen. Der individuelle und globale Kollateralschaden ihrer Sucht steht nicht in Relation. Ihre Ausreden sind ungleich schwerer nachzuvollziehen.
Mir wurde immer wieder unterstellt, ich hätte viel Charakter, weil ich von dem Zeug losgekommen bin. Wenn dem so ist, frage ich mich, wie wenig Charakter ein Mensch haben muss, wenn er es nicht schafft, von viel schwächer wirkenden Drogen loszukommen, von denen er weiß, dass ihre Produktion auf Freiheitsentzug, Vergewaltigung, Blutvergießen und Umweltzerstörung basiert.
Es gab damals sehr viele Menschen, die auf mich herabschauten.
Jetzt bin ich einer, der auf sehr viele Menschen herabschaut.
Heulsusen und Jammerlappen. Sie dürfen sich gern schämen. Kein Rückrat, keine Eier... Wer keine Eier hat, kauft sich welche.
Tierrechtler können sich als Therapeuten betrachten, die der Masse von vorzeitig gealterten Heulsusen und Jammerlappen einen Spiegel vorhalten und alternative Wege zeigen.
Dabei sollten sie vielleicht öfter auf die verschiedenen Morphine und Adrenalin hinweisen, um den Leuten zu zeigen, dass eine physische und psychische Abhängigkeit vorliegt, die sie im wahrsten Sinne alt aussehen lässt. Wenn diese als solche wahrgenommen wird, führt das hier und da zum Anreiz, sich davon zu befreien.

Ich habe vor 22 Jahren realisiert, dass ich leben will. Wann beginnst Du damit?

Schlunz

Sonntag, 7. August 2016

Neue Motive!

Neu im Shop:






"Jedem das Seine"


"Sollen die doch ihren Müll trennen, die Ökonazis! Ich werfe mein Plastik weiterhin in den Biomüll. Jedem das seine!"
"Klar kipp ich mein Altöl in den Gulli! Sonst dürfte ich ja auch kein Glyphosat in meinem Garten versprühen. Jedem das seine!"
"Was geht das diese Pädagogen-Nazis an, wie oft ich mein Kind verdresche? Jedem das seine!"
Klingt dumm und indiskutabel? Nein! Wenn es um die Ernährung geht, sind solche Aussagen legitim.
Wir wissen alle um die Leidensfähigkeit der "Nutztiere", um die Schäden in der Natur, die ihre Haltung unweigerlich mit sich bringt sowie die dekadente "Nahrungsveredelung", angesichts des Welthungers.
Die Gesellschaft stellt sich dumm. Wenn alle lügen, lügt man einfach mit.
Das hat was von kollektiver Fahrerflucht. Wer Fahrerflucht begeht, blendet das Opfer bewusst aus seinem Geist aus. Es befindet sich weit hinter einem, je größer der Abstand, desto besser.
Je weniger man vom selbst verursachten Leid weiß, desto weniger Leid hat man verursacht.
Wie bei Schrödingers Katze hat man vielleicht ein Tier auf dem Teller, das ein total schönes Leben hatte und in strahlender Sonne vor lauter Glück einen Herzinfarkt erlitt. Das darf man natürlich essen.
Das gilt auch für "glückliche Milch" und "fröhliche Eier". Worte wie "Anbindehaltung", "Qualzucht" sowie "Kälber- und Kükenmord" blendet man ebenfalls aus.
Wie leicht das geht! Einfach so ausblenden und weitermachen! Tag für Tag...
Weil es alle machen. Bis auf die paar "intoleranten ungefickten Vegan-Nazis mit ihren Mangelerscheinungen". Es stärkt das Gruppenbewusstsein, wenn man sich auf Klischees einigt.
"Vegan-Nazis" sind jene VeganerInnen, die sich nach allen Reibereien weiterhin trauen, hier und da Kritik zu üben und den Tierrechtsgedanken zu vertreten.
Das wären dann analog Menschen, die den Nachbarn bitten, kein weiteres Plastik auf den Kompost zu werfen, das Altöl nicht im Gulli zu entsorgen und kein Glyphosat im gemeinsamen Garten zu versprühen.
Dabei soll es ja Leute geben, die nur noch ab und zu Plastik auf den Kompost werfen, nur noch die Hälfte an Altöl im Gulli entsorgen und ihre Kinder nur an Wochenenden verprügeln.
Die sollte man doch nun wirklich nicht kritisieren... Die geben sich doch Mühe! Da zieht man doch "am selben Strang"!
So geht das weiter und weiter, weil die Mehrheit so tut als hätte sie den Schuss nicht gehört.
Hauptsache, es schmeckt. "Jedem das seine..."

Schlunz

Mittwoch, 18. Mai 2016

Rückgang der Fluginsekten um 80%

Rückgang der Fluginsekten um 80% in Teilen Deutschlands. 
https://www.nabu.de/news/2016/01/20033.html

In den letzten zehn Jahren ging die Bienen/Insektenpopulation massiv bergab, obwohl biologischer Landbau und alternative Forstwirtschaft zunahmen. 
Diverse Studien über das Bienensterben zeigten, dass es auch dort passiert, wo die Bienen keinen Kontakt zur Landwirtschaft haben, weshalb man dann über Milben spekulierte, die man aber nicht finden konnte. Das ging quer durch die Medien.
Wer im Sommer 2015 aufmerksam war, hat diesen allgemeinen Rückgang an Fluginsekten festgestellt.
Mücken, Bremsen und Fliegen stellten im Vergleich zum Vorjahr kein "Problem" dar.
Sie waren schlicht kaum vorhanden. Der Rückgang ist kurzfristiger und massiver als es der NABU darstellt und er betrifft auch Weichtiere.
Nacktschnecken zählte ich an die 15 über den ganzen Sommer, während ich 2014 kaum wusste, wohin ich treten soll...
80% weniger Insekten bedeutet 80% weniger insektenfressende Vögel, Fledermäuse, etc... Eine unvorstellbare Kettenreaktion.
Die verbliebenen 20% dürften in Kürze folgen.


Mein wilder Garten wirkt im Sommer 2016 geradezu steril. Auch an sonnigen und warmen Tagen sind Bienen, Hummeln und andere Fluginsekten quasi gar nicht mehr vorhanden.
Ich freu mich, wenn im Garten innerhalb von vier Stunden mal eine einzige Fliege vorbeischaut und kann bis spät in den Abend das Fenster offen lassen, es will eh keine Mücke rein.
Nicht eine dicke Spinne hat in meiner Gartenhütte ein Netz gesponnen und die wenigen Netze von kleinen Spinnen sind leer.
Auch im hohen Gras ist es sehr ruhig. Ich finde keine Käfer, Schnecken, Ameisen und Grashüpfer.
Das Gezwitscher der wiedergekehrten Zugvögel im April ist verstummt. Dafür liegen tote Vogelküken vor meinem Haus.
Im letzten Jahr nahm ich sehr wenig Insekten wahr, doch im Vergleich zu dem, was sich dieses Jahr bietet, war das ein “wildes Insektengetümmel“.
Ich gehe von einem Gesamtrückgang aller Insekten und Kriechtiere um über 90 Prozent aus, wobei ich bei vielen Arten ein komplettes Verschwinden für wahrscheinlich halte.
Auch die FAZ berichtete darüber: >>Der Trend geht zur sauberen Frontscheibe<<
Das Monitoring für Fluginsekten wird leider zu selten praktiziert und es fehlt an Kommunikation zwischen Forschern und Behörden. Umso schlimmer steht es um die Bestandsaufnahme von bodenbewohnenden Insekten.
Am 24. Juli 2014 berichtete Daily Mail, der weltweite Bestand von Insekten sei um 45 Prozent gesunken und warnte vor den Auswirkungen. Es ist ein weltweites Problem.
Ich bin mit meinem Hund oft im Wald und auch dort finde ich kaum Insekten, weder in der Luft noch am Boden.
In den letzten Jahren hat man sich auf den Rückgang von Honig- und Wildbienen fokussiert und alle weiteren Spezies ignoriert. Jetzt sind sie weg.
Die bevorstehende Kettenreaktion traut sich niemand offen anzusprechen. Ameisen, Pilze, Bäume, alles steht in Symbiose.
Die Kettenreaktion betrifft alle wilden Pflanzen, die auf Bestäubung angewiesen sind, sämtliche Vögel und Kleintiere, die sich von Insekten ernähren sowie deren Prädatoren.
Demnächst werden sich weitere Forscher zu Wort melden, wenn sie merken, dass es bei ihrem Spezialgebiet nichts mehr zu beobachten gibt.
Die Natur, wie wir sie kennen, ist hinüber. Verschwinden die Insekten, verschwindet der Rest.
Erfreut Euch an jedem Insekt, das Ihr (noch) zu Gesicht bekommt!


Foto: Chiu Chih



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Mittwoch, 17. Februar 2016

Rollenspiel

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Die einen empfinden es als postpubertär, eklig und ohne jeden geistigen Nährwert, andere sehen darin gelungene Satire.
Meine Intention war es, die Münze einfach mal umzudrehen.
Die Mucke ist von der Band eines Freundes... ("ZAM" Berlin).

Montag, 8. Februar 2016

Max und Moritz

Seht, da gehn die bösen Buben in des Metzgers Arbeitsstuben.
Sagen, sie würden gern mal sehen, wie die Würste so entstehen.
Messer, Cutter, Hackebeil, fänden sie so richtig geil.
Der Meister ist nicht abgeneigt, wenn jemand Interesse zeigt.
Er führt sie durch und zeigt es ihnen, die Maschinen zu bedienen.
Und nach seinem letzten Satz kriegt er eine vor den Latz.
Max und Moritz, diese Wichser, drehn den Meister durch den Mixer.
Der zappelt, schreit und windet sich, doch das stört die Beiden nicht.
Knorpel, Knochen, Innerein, werden eine Masse sein.
Kleingehackt und butterweich, neunzig Kilo Meisterfleisch.
Da stehn sie nun und fragen sich, wohin mit soviel Brotaufstrich.
Zaubern hurtig aus der Hose zehn Gramm Blüten in der Dose.
Kochen sich daraus nen Tee, schwups da ist sie, die Idee.
Peter war des Meisters Name, Hackepeter heißt er nun.
Ihn als Solches zu verkaufen, redlich wär es, dies zu tun.
So bringen sie den ganzen Brei nun rüber, in die Metzgerei.
Sie haben sich was vorgenommen, mit dem Geld, das sie bekommen.
Zu kaufen, haben sie entschlossen, reichlich Gras für die Genossen.
Doch reicht das Geld? Sie brauchen mehr! Es müssen noch mehr Leichen her!
Max und Moritz, völlig spitz, fehlt der rechte Geistesblitz.
So müssen sie zu diesen Zwecken, noch mal die Reserven checken.
Zaubern hurtig aus der Hose fünf Gramm Blüten in der Dose.
Kochen sich daraus nen Tee, schwups da ist sie, die Idee.
Leichenschauhaus, Altersheim, da müsste viel zu holen sein.
Und auch aus dem Krankenhaus, holen sie tonnenweise raus.
Nun stehen sie vor ihrem Werk, einem großen Leichenberg.
Wälzen sich und suhlen drin, von den Füssen, bis zum Kinn.
Ganz bunt sind sie, gelb, braun, rot, das kommt von Eiter, Blut und Kot.
Sie stöhnen geil und räkeln sich, das war wirklich meisterlich.
Drehn dann alles durch den Mixer und verkaufen es noch fixer.
Dönerbuden, Burgerketten, Currywürste und Bouletten.
Alle hauen kräftig rein und denken, es sei Rind und Schwein.
Solang's nicht riecht wie Pferdemist, will niemand wissen, was er frisst.
Max und Moritz, jede Wette, betreiben bald ne Burgerkette.
Für die Burger dieser Beiden müssen nicht mal Tiere leiden.
Tote Menschen kann man essen, wer Fleisch will, soll das nicht vergessen!
Und die Moral von der Geschicht? Moral hat man, oder nicht.


Schlunz

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Freitag, 5. Februar 2016

Nimm die Wurst raus!

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 Mal wieder ein paar Cartoons... ;o)





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Donnerstag, 26. November 2015

“ICH KÖNNTE NIEMALS OHNE KÄSE LEBEN!“

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“ICH KÖNNTE NIEMALS OHNE KÄSE LEBEN!“
Das sagte Susanne P. immer wieder, doch niemand nahm sie ernst.
Jetzt ist Susanne P. tot.
Am 21.11.2015 fand sie ihr Mitbewohner Ulf Z. leblos vor dem Kühlschrank.
Die 28 jährige Frau war wegen eines Sportunfalls bettlägerig und ihr Mitbewohner tätigte für sie alle Einkäufe.
Da er nach eigenen Aussagen vegan lebt und sich weigerte, “irgendwelche Tierleidprodukte“ zu kaufen, erlitt Susanne P. nach 5 Tagen einen akuten Käseentzug.
Freunde und Familienmitglieder sind schockiert, auch wenn sich einige schuldig fühlen, weil sie die verzweifelten Anrufe von Frau P. nicht ernst nahmen.
“Sie hat nur was von Gouda und Emmentaler gestammelt, da hab ich wieder aufgelegt. Ich dachte, sie hätte die Nacht durchgefeiert“ so ein gemeinsamer Freund von Susanne P. und Ulf Z. und weiter: “Wenn ich das gewusst hätte, also wie schlimm das für Susanne war, dann wär ich sofort zum nächsten S-Kauf gerannt und hätte ihr drei Kilo Gouda organisiert!“
Susanne P. schleppte sich in ihren letzten Minuten vom Bett zum Kühlschrank, in dem sich leider nur veganer Käse befand.
“Den wollte sie nie probieren, ich hab ihr das doch oft genug angeboten!“ ließ Ulf Z. nach seiner Festnahme verlauten.
Jetzt muss er sich vor Gericht wegen fahrlässiger Tötung oder gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge verantworten.
Gegen Freunde und Familienmitglieder wird wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt.
Auch auf prominenter Seite ist man über den Vorfall bestürzt. So fragte Starköchin Sarah Wiener gestern bei Maybrit Illner: “Wie viele Menschen müssen noch sterben?“
Politiker der Grünen und Linken weisen indes darauf hin, dass der Großteil der Weltbevölkerung mit Käse unterversorgt ist und dringend Spendenaktionen gestartet werden müssen.
Erste Käse-Sammelstellen werden in den nächsten Tagen unter dem Motto “Edamer Angels“ in Berlin, München, Dresden und Köln eröffnet. Weitere Städte folgen.
Es wird auch um Sachspenden wie Kühlschränke, Kühltaschen, Nasenklammern und Raumlufterfrischer gebeten.
Dass sich diverse Entwicklungs- und Schwellenländer gegen Käsespenden aussprechen und auf eine “regionale Laktoseintoleranz“ verweisen, hält man im Bundestag angesichts der Sachlage für “blanken Hohn“. Da sind sich alle Fraktionen einig.
Auch Jugendämter haben sich nach dem jüngsten Vorfall eingeschaltet, da die Zahl vegan ernährter Kinder steigt. “Wenn es sein muss, entnehmen wir die Kinder den Familien und ernähren sie unter Zwang. Mit Käsemangel ist nicht zu spaßen.“ ließ die Familienministerin verlauten.
Für Susanne P. kommen all diese Maßnahmen zu spät, doch hat sie uns gezeigt, dass Käsemangel tödlich ist und man jeden Hilferuf ernst nehmen muss.


Schlunz / Freier Journalist


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Donnerstag, 19. November 2015

Wuschel ist da!

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Wuschel ist ab sofort erhältlich! ;o)  Bestell-Link


Drei Geschichten über Einfühlungsvermögen und neue Freundschaften, durchweg bunt und kindgerecht erzählt von Schlunz.
116 Seiten, Hardcover - Für Kinder ab 3 Jahren.

Copyright: GrünerSinn-Verlag
Autor: Schlunz
Titel: Wuschel-Geschichten
ISBN: 978-3-9816299-8-9
Maße: 21 x 14,8cm
Preis: €19,95

Bei der Produktion des Buches legt der Verlag Wert auf eine ethische und klimaneutrale Verarbeitung. Vom Papier über die Druckerfarbe bis hin zum Verlag ist alles vegan.

http://www.gruenersinn-verlag.de


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Mupfi im Land der Tiere



Am 15. Juli 2015 nahm ich ein Schaf auf.
Da, wo es vorher alleine rumstand, war das Gras weg und kein Wasser vorhanden.
Mein Nachbar hat es entdeckt, mit dem "Besitzer" gesprochen (da sie mehrfach versuchte, über den Stacheldraht zu entwischen, willigte er ein) und mich gefragt, ob ich mich einsetze.
Ein Schaf macht erst mal viel Arbeit...


Mupfi (der Name ist von mir) ist in fortgeschrittenem Alter, weiblich und war total verwahrlost (dreckig, verfilzt, viel zu viel Fell).
Sie hat keine scheiß Marke im Ohr. Die hat sie sich mal irgendwann raus gerissen, bei ihren Versuchen, den Stacheldraht zu überwinden.
Ansonsten ist sie topfit, kräftig und der Kopf ist recht hübsch.
Nach einer Woche gab es einen Friseurtermin beim Profi mit Schermaschine. Manchmal kommt man an speziesistischen Dienstleistern nicht vorbei...


Schafe können schlecht allein sein, deshalb leistete ich ihr sooft es ging Gesellschaft und sie wurde immer umgänglicher, genoss es, am Hals gekrault zu werden.
Am 26, Juli wurde sie endlich von Jürgen Foß abgeholt und lebt seit dem glücklich im Land der Tiere.
Da hatte sie gleich mal zwei Böcke zur Gesellschaft und mittlerweile sind sechs weitere Schafe hinzu gekommen.
Natürlich wird sie weiterhin regelmäßig durchgekrault...

Danke Tanja Günther, Jürgen Foß und allen weiteren Mitarbeitern im Land der Tiere! 






Zitat "Land der Tiere" 31.7.2016:
Mupf, die Vermittlerin zwischen den (Schaf-)Welten.
Sie war lange Zeit unglückliches Einzelschaf. Als sie ins Land der Tiere kam, waren die alten Schafherren Max und Moritz sofort ihre "Familie". Auch heute noch wartet sie geduldig auf ihre alten Herren, bevor sie mit den anderen übers Gelände zieht. Selbst wenn es sie "erwischt" und sie einfach mit Trudi und den anderen Mädels losrennen muss, was ihrem Temperament eigentlich viel eher liegt, kommt sie nach jeder Runde zurück zu Max und Moritz, die bei den sportlichen Aktivitäten der anderen nicht mithalten können. Mupf versucht immer, alle zu vereinen - mit Erfolg. Sie war es, welche die beiden Schafgruppen zusammengeführt hat, so das heute unter anderem Fritzi, die es eher gemütlich mag, mehr bei Mupf, Max und Moritz verweilt als bei ihren Mädels, am Ende aber alle nur glücklich sind, wenn die ganze Schaftruppe zusammen ist. (Zitat Ende)


Ich habe von Mupf etwas über Schafe gelernt. Ihre Lebensfreude und Kreativität sowie das Individuum an sich - mit all seinen Charaktereigenschaften - offenbaren sich uns nicht, wenn wir sie in großen Herden unter hündischer Dauerbewachung halten. Somit wurden sie >fälschlicher Weise< zum Symbol für Naivität und Gleichgültigkeit (Schlafschafe).



Freitag, 16. Oktober 2015

Uschi K.

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Uschi K. vermittelt den halben Tag lang rumänische Straßenhunde auf Facebook.
Sie kennt sogar die Leute persönlich, die die Hunde in Rumänien abholen.
Darauf ist sie stolz.
Die andere Hälfte des Tages hetzt sie gegen Flüchtlinge.
Schleuser findet sie widerlich.
Auch jene, die nur helfen wollen und kein Geld verlangen.
Uschi hasst „Tierquäler“ und Menschen, die sogenannte „Listenhunde“ als „gefährlich“ einstufen.
Bei Syrern und Afghanen ist das anders. Die sehen für sie alle „gefährlich“ aus.
Weil Uschi arbeitslos ist und mit ihrem Geld kaum über den Monat kommt, kriegt sie „einen Hals“, wenn sie sieht, dass den Flüchtlingen „das Geld in den Arsch geschoben wird“.
Deshalb ist es praktisch, dass sie in der Nähe von Dresden wohnt und jeden Montag mit vielen anderen Pegida-Zombies durch die Straßen wanken darf.
Da schreit sie dann Parolen, die sie von Plakaten mit Schreibfehlern abliest.
Wenn man Uschi fragt, ob sie auch schon mal gegen die Steuergeldverschwendung bei hirnlosen Bauprojekten demonstriert hat, gegen korrupte Bänker oder gegen den deutschen Waffenhandel, der die Flüchtlingskrise mitverantwortet, sagt sie „ach hör doch auf“ und läuft weg.
Das sind doch eher Themen, mit denen sich Globalisierungsgegner und „linke Chaoten“ befassen.
Die korrupten Bauherren, Bänker und Waffenhändler „sind wenigstens Deutsche“, denkt sich Uschi.
Das spendet Trost und mindert das Verlustgefühl.
Vor drei Jahren hat sich Uschi noch als „antifaschistisch“ bezeichnet.
Genauso wie viele ihrer Freunde und Freundinnen, die nun ebenfalls gegen Flüchtlinge hetzen.
Antifaschistisch sein war im Trend.
Einst stellte sie sich die Frage, „wie es zu einem Dritten Reich kommen konnte“.
Jetzt hat sie die Antwort.
Durch gefühlskalte Propaganda auf dem Nährboden von Verlustangst, Missgunst und Egoismus.
Und ja, natürlich auch eine große Portion Dummheit. Aber wenn man Uschi sagt, dass sie dumm ist, bringt das ja auch nicht viel, also muss man das gar nicht erst erwähnen.
In jedem Fall macht sie genau das, was auch damals getan wurde, bevor es richtig los ging.
Wahrscheinlich ist sie sich der Parallelen gar nicht bewusst und sie ist auch nicht in der Lage, soweit verknüpfend zu denken und vorauszuschauen, dass sie erkennt, wofür sie sich mitverantwortlich macht.
So geht es Vielen, die mit ihr Montags schreiend durch die Straßen ziehen und braunen Dreck im Netz teilen.
Ein paar Wenige unter ihnen verstehen die Zusammenhänge und sie freuen sich über so viele dumme Menschen, die ihnen folgen.
Uschi wird wohl die Kurve nicht mehr kriegen. Es fällt ihr viel zu leicht, zu hassen und wo der Hass regiert, muss der Kopf nicht viel arbeiten.
Wer sie auf ihre Doppelmoral hinweist, wird ebenfalls gehasst.
Uschi ist natürlich frei erfunden und die Ähnlichkeit mit real existierenden Personen ist beabsichtigt.
Es gibt leider viel zu viele Menschen wie Uschi...


Schlunz 14.10.2015

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Samstag, 3. Oktober 2015

Wuschel im Vorverkauf

Das Buch ist fertig und im Vorverkauf. ;o)


Copyright: GrünerSinn-Verlag
Autor: Schlunz
Titel: Wuschel-Geschichten
ISBN: 978-3-9816299-8-9
Maße: 21 x 14,8cm
Hardcover

“Große Bären müssen Fische fangen!”
Der alte Karpfen sieht das anders...
Müssen “moderne Bären” mit bunten Haaren, Hose und Halskette Fische fangen? Muss der “moderne Mensch” Fleisch grillen und Leder tragen?
Mit ein wenig fremder Hilfe kommt Wuschel zu dem Schluß, dass es besser ist, dem alten Karpfen Gesellschaft zu leisten als ihn zu fangen und er bekommt dennoch die Gelegenheit zu zeigen, dass er schon ein “großer Bär” ist.

Drei Geschichten über Einfühlungsvermögen und neue Freundschaften, durchweg bunt und kindgerecht erzählt von Schlunz.
116 Seiten, Hardcover - Für Kinder ab 3 Jahren.

Bei der Produktion des Buches haben wir Wert auf eine ethische & klimaneutrale Verarbeitung gelegt. Vom Papier über die Druckerfarbe bis hin zum Verlag ist alles vegan.

Endlich vorbestellbar! Auslieferung ab Mitte November 2015!
HIER geht's zum Verlag.

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Montag, 9. Februar 2015

Ich bin nicht Charlie

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Kurz nach dem Charlie-Hebdo-Attentat ließ ich mich dazu hinreißen, ebenfalls einen Cartoon zu zeichnen, unter dem das obligatorische „Ich bin Charlie“ steht.
Davon möchte ich mich distanzieren. Ich bin nicht Charlie.
Meine Intention lag in der Solidarität mit den Zeichnern, ich hatte in den Neunzigern diverse Cartoon-Publikationen in Printmedien und sehe sie als Kollegen.
Während bei Demonstrationen und Mahnwachen unzählige Stifte in die Höhe gehalten wurden, saßen diese Kollegen mit einem „jetzt erst recht“ im Hinterkopf an weiteren Gags über den Propheten, die dann in mehreren Auflagen weggingen, wie die warmen Semmeln.
Die gesamte islamische Welt möchte das nicht, ist angepisst, wenn man ihren Propheten darstellt.
Warum man das nicht respektieren kann, ist mir ein Rätsel.
„Satire darf alles“ hieß es dann schnell, locker aus der Hüfte argumentiert. Darf sie alles?
Darf sie Schweinemastanlagen mit Konzentrationslagern vergleichen? Darf sie die Politik Israels und den jüdisch orthodoxen Glauben kritisieren?
Nein. Macht sie auch nicht, oder es gibt was auf den Deckel.
Und während die Medien ausschließlich negativ über den Islam berichten und somit die allgemeine Islamophobie schüren, dürfen sich die Zeichner von Charlie Hebdo fragen, wieweit sie sich daran beteiligen.

Bleibt die Frage, ob es tatsächlich Islamisten waren, die da rumgeballert haben.
Al Qaida hat sich zu dem Attentat bekannt, also dieselben Leute, die den Abriss des World Trade Centers auf ihre Kappe nehmen.
Wenn man sich mit diesem Vorfall und der Entstehungsgeschichte von Al Qaida etwas vertraut macht, wundert man sich kaum über Attentäter in schusssicheren Westen, die ihre Personalien im Auto „verlieren“.
Dass auch Erdogan ganz unverblümt behauptet, die Vorfälle in Paris seien ein Konstrukt des Westens, wird von unseren Medien verschwiegen.
Das Spiel mit der Angst läuft in Wellen. Jetzt ist erst mal wieder Pause, was Attentate im Abendland betrifft, man darf die Menschen nicht überfordern.
In dieser Pause entstehen neue Kontrollgesetze und dann kommt mal wieder Nord-Korea mit neuen Drohungen.
Und jeweils, kurz vor der Eskalation, passiert etwas anderes, eine Ölbohr-Plattform im Golf von Mexiko geht leck, eine Bombe explodiert beim Boston-Marathon oder eine Satire-Redaktion wird dezimiert. Ja, kurz vor der Aktion in Paris drohte Nord Korea mit einem weiteren Nine Eleven, wenn ein satirischer Film über dessen Diktator in den Kinos erscheint.
Nord Korea ist genauso wie Al Qaida und der IS ein Konstrukt der Angst, das je nach Bedarf in den Vordergrund gerückt oder ignoriert wird.

Zeitgleich während des Attentates und der Geiselnahme in Paris wurden in Afrika Tausende Menschen von der islamistischen „Boko-Haram“ abgeschlachtet, die mit Al Qaida und dem IS sympathisiert und zusammenarbeitet. Eine ganze Stadt wurde platt gemacht.
Manche Medien berichteten darüber beiläufig, andere warteten ein paar Tage oder ignorierten diesen Vorfall komplett.
Staatlich verordnete Betroffenheit gilt nur ein paar Wenigen aus den eigenen Reihen.
Doch dass uns die Medien manipulieren, darf man ja nicht mehr sagen, seit die Pegida-Faschos das Wort „Lügenpresse“ mit seiner Nazi-Vergangenheit nutzen.
Wenn man politisch korrekt im Trend bleiben will, gibt man nun am besten vor, alles zu glauben, was Glotze, Radio und Printmedien verzapfen.

Wer bei der systematischen Einschüchterung und Reduktion der Menschheit wirklich die Fäden zieht, ist den Kollegen der Satiremagazine hier wie dort schnurz egal.
Verschwörungstheorien verkaufen sich nicht, also bleibt man Medien konform im Main Stream.
Darwinistisch arrogant und glaubensintolerant haut man voll auf die Kacke, geht auch gern unter die Gürtellinie, macht aber einen großen Bogen um alternative Informationsquellen und bleibt schön auf dem Gleis.
Die toten Zeichner und Redakteure von Charlie Hebdo sind bedauernswerte Opfer, aber sicher keine Helden oder Rebellen, die eine vermeintliche Meinungsfreiheit vertreten.
Vielmehr sind/waren sie mitverantwortlich für Berichte über weltweit wütende Muslime, die sich über Mohammed-Karikaturen aufregen, und somit Mittäter im großen Programm, die Massen in die Angst zu treiben.
Man sollte sich wirklich zweimal überlegen, ob man sich als „Charlie“ bezeichnet.

Ich bin Schlunz

Freitag, 12. Dezember 2014

PEGIDA

Liebe PEGIDA-Idioten und Idiotinnen,
es sind keine Salafisten/Islamisten, die da aus Syrien und anderen Ländern fliehen.
Diese Menschen fliehen vor islamistischem Terror, es sind Christen und normale Muslime, denen Ihr die Tür vor der Nase zuschmeißt, weil Ihr sie offenbar mit ihren Verfolgern verwechselt.
Seid Ihr wirklich so blöd? Tausende Menschen aus der „bürgerlichen Mitte“, die so hohl sind wie ne Handpuppe?
Ja! Ihr seid so blöd, Ihr seid das beste Anschauungsmaterial für Soziologen, die erklären wollen, wie das damals mit dem Judenhass angefangen hat.
Ihr lasst Euch von ein paar vorbestraften Hardcore-Nazis aufstacheln und eine Deutschlandfahne in die Hand drücken, zeigt der Welt, wie viele Schwachköpfe es in diesem Land gibt... Ganz toll!
Ihr habt keine Angst vor Islamisten. Ihr habt Angst vor Menschen, die in einer anderen Sprache reden und denken, Ihr habt Angst vor peinlichen Momenten, wenn Ihr mit fremder Kultur konfrontiert werdet, die nicht mit Eurer Hinterwäldler-Erziehung konform läuft. Und Ihr wollt nicht mit Menschen konfrontiert werden, denen nichts geblieben ist, während Ihr so viel besitzt. Kurz: Ihr habt Angst vor Unbequemlichkeiten, sonst nichts.
Da ist noch Platz im Boot, da passen noch Frauen und Kinder rein, aber das fette Arschloch hat Angst um seinen bequemen Platz, also schubst es die Leute zurück ins Wasser und rudert dann schnell davon. Das kennt man aus Katastrophenfilmen und aus dem echten Leben, wo die fetten Arschlöcher auch noch „wir sind das Volk“ rufen. Ekelhaft...

Ich sag Euch was: Es werden immer mehr Flüchtlinge kommen! Nicht nur Opfer von Islamisten, auch Opfer des globalen Wirtschaftssystems, auf dem Euer Wohlstand basiert.
Findet Euch damit ab, dass es in Zukunft etwas enger im Boot wird, statt mit Fähnchen und dummen Parolen wie ein bockiges Kind aufzustampfen!
Euer Volksbegriff und Eure Kultur, um deren Vermischung Ihr so fürchtet, ist nichts wert, wenn Ihr im Herzen kalt und voller Egoismus gegen jene aufmarschiert, die Eure Hilfe brauchen.
Und seid Euch immer bewusst, dass auch Ihr eines Tages auf der Flucht sein könntet.
Erwartet Ihr dann, dass man Euch bevorzugt behandelt?
Wahrscheinlich... Soviel Dummheit und Arroganz ist Euch zuzutrauen.
Ekelhaft.

Schlunz

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"Hunde stinken!"

***
Sagt man. Sie stinken aus dem Mund, aus Fell und Haut, umso mehr wenn sie nass sind. Schlimme Fürze und der Mief des glitschigen Häufchens runden das Ganze ab.
Dass all diese Aspekte bei meinem Hund fehlen, verwundert viele mir bekannte Hundehalter, die ihre Hunde mit konventioneller Hundenahrung quälen.
Ich erkläre ihnen dann, dass der Hund nicht aus dem Mund stinkt, sondern aus dem Hals, dass überflüssige/schädliche Substanzen über Talkdrüsen in der Haut ausgeschieden werden und dass Blähungen und glitschiger Stuhl als Indikator für Darmprobleme gelten.
Oft höre ich die undurchdachte Aussage, fleischlose Ernährung für Hunde sei unnatürlich, doch ist es genau andersrum.
Der Wolf ernährt sich, wie seine nahen Verwandten, die Bären, zu 80-90% vegan/vegetarisch (Wurzeln, Früchte, Beeren, Gräser, etc.).
Saisonbedingt stehen ansonsten Schnecken, Würmer, Insekten, Frösche, Mäuse, Echsen, etc. mit auf dem Speiseplan.
Da bei Großwild bekanntlich nur sehr junge oder kranke/schwache Tiere von Wölfen erlegt werden, beschränkt es sich hier auf Gelegenheiten.
Hersteller unveganer Tiernahrung werben dennoch mit über 70% Fleischanteil, damit der Hund „ein ganzer Kerl“ wird, egal ob männlich oder weiblich.
Obendrein wird dreist gelogen, Mundgeruch bei Hunden sei ein Indikator für schlechte Zähne, um so die Chemie-Dental-Sticks an den Hund zu bringen.
Ich weiß um so viele Hunde mit Darm- und Hautproblemen. Die Halter wissen zum Teil sogar, woran es liegt und sie reagieren, indem sie ein „hochwertigeres Futter“ nach dem anderen kaufen und an ihrem Hund testen. In der Regel bleibt der Erfolg aus.
Für Menschen, die nicht vegan leben wollen, ist es sicher undenkbar, dass sich ihr Hund gesünder und ethisch korrekter ernährt als sie selbst.
Was ihnen bleibt, ist der tägliche Würgereiz und die Gewissheit, dass sie sowohl ein vorzeitiges Ableben ihres „Schützlings“ forcieren, als auch jener Tiere, die sie „verfüttern“.
Sie leben ja selbst kaum anders, bekämpfen die Folgen ihrer Laktoseintoleranz mit probiotischem Joghurt und ernährungsbedingte Akne mit Chemie von außen...
Jene, die sich da unbelehrbar zeigen, sollten sich fragen, warum sie überhaupt einen Hund bei sich aufnehmen, wenn ihnen dessen Wohlbefinden in letzter Konsequenz egal ist.

Fazit: Neben dem Tierrechtsaspekt ist vegane Hundenahrung rein pragmatisch weiterzuempfehlen.
Tu Deinem Hund den Gefallen, google nach veganer Hunde-Vollnahrung und sei Dir gewiss, dass Ihr so länger Spaß miteinander habt. ;o)

Bitte, danke, guten Tag!

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Montag, 8. Dezember 2014

Freitag, 5. September 2014

Hildmän

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Der Attila Hildmann redete gestern (4.9.14) beim „Perfekten Dinner - 100% vegan“ über den veganen Trend.
„In Hollywood sind ja auch immer mehr Menschen vegan … Bill Gates … ach nee … der nich … aber Bill Clinton (Hollywood-Star) und Pamela Anderson... Und noch viele mehr…. Und ich hab das dann nach Deutschland gebracht...“
Danke Atti! Du hast den Veganismus nach Deutschland gebracht! Genial...
Dann führte er wieder an, wie überzogen er konsequente Veganer findet, die kein Leder tragen und überhaupt bei jedem Scheiß auf Inhaltsstoffe achten, die dürften ja nicht mal Sperma schlucken und da klinkt er sich dann regelmäßig aus.
Die alte Leier... Nichts Neues. Nur eben in der Glotze, zur besten Sendezeit. Vor 12 Jahren hat er den Mist nur in seinem Forum gepostet.
Extreme Dummheit bringt ja immer ne Menge unfreiwillige Komik mit sich, aber der Schaden, den der Idiot verursacht, toppt den Lacheffekt.
Sein Motto lautet, sich lediglich für die Fitness vegan zu ernähren und die Tierrechte komplett auszuklammern. „Ich hab im Prinzip nichts gegen die Sklaverei, mir fiel nur auf, dass ich viel fitter bin, wenn ich die Feldarbeit selbst mache.“
Egoistisch, inhaltlich unlogisch und widersprüchlich...
Für meine Fitness muss ich nicht auf Tierversuche achten, auf unvegane Herstellungsweisen, Aromen und Zusatzstoffe (viele der unveganen E-Nummern sind gesundheitlich unbedenklich).
Wer nach dieser Fasson lebt, sollte sich den Begriff „vegan“ sparen. Das hab ich ihm schon vor 12 Jahren vermittelt.
Den Wochenend-Gandhis gefällt der Hildmän-Wischinismus und den Fernsehmachern auch. Die wissen um die Widersprüchlichkeit und nur mit dieser kann man entspannt in die Werbung für Tierprodukte überleiten.
Das System konforme Arschloch, das auch mal Fleisch grillt und auf dessen Qualität hinweist, das passt schon.
Aber lustig ist er wirklich. Wie Hitler mit Brausepulver. So ein hohles Geblubber, der Mund geht auf und zu und das Ding zwischen Ohren kommt nicht hinterher.
Wenigstens dafür kriegt er von mir einen Punkt. Und dafür, dass er den Veganismus nach Deutschland gebracht hat, nominiere ich ihn für den goldenen Hasselhoff.
Es bleibt spannend...

Kötzerchen, Schlunz




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Samstag, 30. August 2014

Neue Motive...

...im Shop.


LG, Schlunz

Mittwoch, 26. Februar 2014

Eiskalt (Satire)

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Da mach ich mir nichts vor... Schweinen gegenüber bin ich ein Arschloch.
Die sind halt so lecker. Rinder und Hühner auch...
Früher hab ich da noch rumgeheuchelt. Hab erzählt, ich sei  ein Tierfreund, gegen Massentierhaltung und deshalb würde ich nur ganz selten Fleisch essen.
Dabei zählt die Salamipizza am Montag und die Lasagne am Dienstag nicht mit.
Am Mittwoch gibt es Schnitzel. Das ist Fleisch. Nur so als Beispiel.
Ich meine, das is ja eh totaler Blödsinn, so was zu behaupten. Wenn man angeblich nur ganz selten Fleisch isst, kann man es auch lassen.
Ich mag's halt. Bin schließlich damit aufgewachsen.
So ne vegane Tussi fragt mich neulich, ob ich glauben würde, dass alle Antifaschisten von Antifaschisten großgezogen werden.
Hä? Was hat das damit zu tun?
Diese veganen Extremisten wollen mir ihr Weltbild aufdrücken, mir die Eier schlecht reden.
Angeblich sei meine Wahrnehmung bei all der Werbung für Tierprodukte selektiv und mein schlechtes Gewissen würde mich in die Abwehrhaltung treiben. Bullshit!
Okay, ich geb zu, die sind nur ein paar Tausend und ich fühl mich umzingelt.
Liegt wohl an ihren kranken Analogien, mit ihrem Antispeziedingsbums und Gutmenschenscheiß.
Allein dieser ewige Holocaustvergleich... Der würde nicht mal dann passen, wenn man die KZ-Insassen damals gegessen hätte.
Nur weil sich die Bauwerke und die Behandlung der Insassen ähneln und sie am Ende umgebracht werden, äh...
Und wenn ich frage, wie man denn die Menschheit ernähren sollte, wenn alle vegan wären, kommen nur blöde Antworten. Es ginge primär um unsere Gesellschaft, die neunzig Prozent der Welternte als Tiernahrung beansprucht.
Hallo? Wie geil is das denn? Unsere Gesellschaft beansprucht neunzig Prozent der Welternte für die Tiere und die ach so tierlieben Veganer beklagen sich!
Und die restlichen zehn Prozent der Welternte fressen sie dann der Dritten Welt weg, ne?!
Die Frage, wie man die Menschheit ohne Fleisch ernähren soll, können sie leider nicht beantworten.
Und was leisten sie sonst?
Ich setze mich wenigstens für Menschenrechte ein. Die Menschen haben ein Recht auf Fleisch!
Wie auch immer, Schweinen gegenüber bin ich ein Arschloch. Dazu steh ich.
Auch bei kleinen süßen Ferkeln und Kälbern bin ich eiskalt.
Ich esse die männlichen Kälber der Milchkühe, überbacken mit dem Käse ihrer Mütter.
Und ja, ich weiß von den geschredderten männlichen Küken, aber ich liebe mein Frühstücksei.
Die Viecher sind mir ehrlich gesagt scheißegal, solange es um meinen Geschmackssinn geht.
Wenn es nicht so wäre, würde ich sie nicht essen. Is klar...
Insofern habe ich auch aufgehört, Hunde und Katzen mit romantisch verklärtem Blick zu betrachten, nur weil sie kuscheliger als Schweine sind.
Wenn man sie artgerecht tötet und human grillt, kann man sie auch essen.
In dieser Welt setzt sich halt der Stärkere durch und solange ich es schaffe, ein Kilo Fleisch und zwei Liter Milch nach Hause zu schleppen, bin ich der Stärkere.
Jetzt hau ich mir erst mal ne Rinderbabywurst rein, haha!
Vielleicht sehen wir uns im Antivegan-Forum. Da machen wir uns über diese mangelernährten Spacken lustig. Teilweise recht heftig, aber Du weißt ja, wie das mit den Hemmschwellen ist...

Antivegane Grüße, Voll Pfosten

*

Dieser fiktive Text fasst einiges zusammen, was sich in den Köpfen speziesistischer Artgenossen abspielt. Er ist leider auf den Großteil der Gesellschaft übertragbar.
Dabei steht neben den klassischen Vorurteilen der Spaßfaktor im Vordergrund: „...solange es um meinen Geschmackssinn geht.“
Ja, beim Geschmackssinn geht es um Genuss, also im weitesten Sinne um Spaß und Freude.
Das Tierschutzgesetz definiert das Manipulieren und Töten von Tieren unter Motiven ohne „vernünftigen Grund“ als „Tierquälerei“.
Das impliziert, dass wir in dieser Gesellschaft auf Tierprodukte angewiesen und diese somit gerechtfertigt wären, was ja nun widerlegt ist, egal wie sehr man sich an alte Klischees und Binsenweisheiten klammert.
Menschen drücken für Menschenkinder, Hunde, Katzen, Giraffen und die Umwelt auf die Tränendrüse, doch gegenüber unzähligen leidensfähigen Individuen sind sie nur eiskalte und berechnende Arschlöcher.
Das würden sich die wenigsten eingestehen, eher gibt man sich beleidigt und ich stehe mit meiner Aussage in der Kritik, weil ich mich zu „drastisch“ ausdrücke.
Würde man das Ganze im Schlachthaus diskutieren, direkt vor der zuckenden Sau, mit Betonung auf den „Spaßfaktor“, so würde sich die Perspektive auf das, was „drastisch“ und „vertretbar“ ist, verschieben.
Wie findest Du Dich aus Sicht Deiner „Nutztiere“, lieber Otto-Normalverbraucher? Bist Du Dir sympathisch? Bist Du jemand, für dessen Spaßfaktor man gerne mal durch die Hölle geht und sein Leben lässt?
Zum Glück sind wir nicht im Schlachthaus und Du tust einfach so, als wären diese Gedankengänge nie an Dich herangetragen worden.
Das ist zwar eiskalt, aber konform und insofern legitim.

LG, Schlunz

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Dienstag, 17. Dezember 2013

"Geschmack ist King!"

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Seit ich das Märchen vom Geschmack schrieb und kindgerecht illustrierte, fällt es mir mehr und mehr auf:
Die vermeintliche Abhängigkeit dieser Gesellschaft von Tierleidprodukten reduziert sich allein auf den Geschmack.
Die CMA, einst Wurst-Eier-Käse-Propagandazentrale, hat längst dicht gemacht, (fast) alle wissen, dass das mit den Vitaminen und besonders wertvollen Aminosäuren in Tierprodukten Bullshit ist.
Es musste eine neue Strategie her und seitdem setzt die Werbung voll auf Geschmack.
Das „Schmecktakel, „Geschmack ist King“, „für den guten Geschmack“ und so weiter...
Das zieht bei Menschen, die pflanzliche Nahrung nur als Muttis zerkochte und puristische Beilage kennen.
„Igitt! Gemüse! Glibbriger Matsch. Lass es uns mit etwas Salz totkochen und neben die Leiche legen.“
Kids, die damit aufwachsen, werden zu Erwachsenen, die das so an ihre Kinder weitergeben.
Es ist ja auch immer das letzte „Argument“, das in Grundsatzdiskussionen vorgeschoben wird.
„Weil es mir schmeckt!“
Bevor ich jetzt wieder auf die Vielfältigkeit der Vegan Cuisine hinweise:
Unser Geschmackssinn kann so oder so keine Rechtfertigung für das Ausbeuten und Töten leidensfähiger Individuen sein!
Beim Geschmackssinn handelt es sich nicht um eine Drogenabhängigkeit, die Fieber mit Krämpfen auslöst und so stark ist, dass man jemanden im Wahn abmurkst.
Wer behauptet, ohne Tierprodukte nicht leben zu können, wäre wohl als Drogenabhängiger ein hoffnungsloser Fall. Nicht im Stande, sich selbst aus der Lage zu befreien, dem langsamen Zerfall bis zum sicheren Tod ausgeliefert...
Wir haben in dieser Gesellschaft nicht viel Respekt vor Menschen, die immer wieder in die Sucht rutschen und diese dadurch finanzieren, dass sie anderen Schaden zufügen.
Doch mit Geschimpfe und erhobenem Zeigefinger kriegen Junkies kaum die Kurve.
Sie brauchen alternative Lebensinhalte und Perspektiven.
Auch dort, wo man sich vehement dem Veganismus verwehrt und der Geschmackssinn so weit über der Moral steht, dass schon der Gedanke an zerstückelte Leichen die Sabberproduktion steigert, gibt es Abhilfe:
Angeblich schmeckt Menschenfleisch besser als Rindfleisch.
Jeden Tag werden tote Menschen verbrannt und vergraben, nur weil irgendwer meint, es sei ihnen gegenüber respektlos, wenn man sie nicht beerdigt.
Was soll diese Ressourcenverschwendung, die auf uraltem Aberglauben basiert? Wir sind doch aufgeklärt!
Wenn Dich die Geister der Schweine und Rinder nicht heimsuchen, tut es auch nicht Dein Nachbar!
Abgesaugtes Fett, amputierte Organe und Gliedmaßen, Unfallopfer, etc... Jedes Krankenhaus kann mit einer eigenen Metzgerei seinen Etat aufpushen.
Jägerschnitzel, Holzfällersteaks und echte Frankfurter Würstchen. Wo ist das Problem?
Bei Katastrophen brauchen wir Kühlboxen, statt Plastiksäcke und Särge.
Selbst Neandertaler, die ohne Leder nicht klarkommen, werden bedacht. „Es cremt sich mit der Lotion ein!“
Fleisch ist doch ein „Lebensmittel“! Hört auf, es zu verbuddeln oder als Asche über dem Meer zu verstreuen!
Und keine Sorge wegen der Rückstände von Drogen und Medikamenten! Die Belastung bei „Nutztieren“ dürfte um einiges höher sein.
Es ist alles reine Kopfsache. Du ekelst Dich erst nach dem Verzehr von Gammelfleisch und Pony-Lasagne, erst dann, wenn man Dir sagt, was Du gegessen hast. Vorher war es einfach nur lecker.
Natürlich muss auch hier reglementiert und kontrolliert werden.
Lebenswandel, Ernährung und Herkunft bestimmen die Fleischqualität.
Erweitere Organspendeausweise wären ein guter Anfang. Die kann man auch personalisieren, indem man alles, was nicht mehr funzt, an Tim Mälzer vermacht. Nur so als Beispiel...
Für die Produktion von Käse und Schaumküssen hätte ich auch noch ein paar Ideen, aber ich glaube, das sprengt hier den Rahmen.
Analogien zu Kalbfleisch und Spanferkel spare ich mir ebenfalls.
In jedem Fall sterben jeden Tag genug Menschen, es muss niemand extra weitere Individuen züchten und umbringen.
Mit gutem Gewissen Fleisch essen!
Da bleibt sogar was für's Kittekack übrig. Und Knochen für Haribo...
Lass Dich nicht von propagandistisch negativ assoziierten Begriffen wie „Kannibalismus“ abschrecken!
Versuche nicht weiter, Deinen Drang durch Filme mit Hannibal Lecter oder Vampiren und Zombies zu kompensieren.
Schwein, Rind oder Mensch, im Fleischwolf sehen wir alle gleich aus.
Es ist alles eine Frage der Perspektive und die Hauptsache ist doch, dass es Dir schmeckt, dass das Steak schön blutig ist und sich genug Knorpel in der Wurst befindet.

In diesem Sinne:
Leben und leben lassen... ;o)

LG, Schlunz

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Mittwoch, 9. Oktober 2013

Schlunz im Interview

Tierbefreiung - das aktuelle Tierrechtsmagazin
Mit Schlunz im Interview... ;o)


http://www.tierbefreier.de/tierbefreiung/80/index.html

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Donnerstag, 19. September 2013

Anerzogene Denkmuster

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Wir schütteln den Kopf über Rechtsradikale und religiöse Fanatiker.
Wir schütteln den Kopf über Prügeleltern und Tierquäler.
Wir schütteln über alles Mögliche den Kopf...
Dabei sind wir austauschbar.
Wir könnten genauso gut zu jenen gehören, über die wir den Kopf schütteln. Je nach dem, in welchem sozialen Kosmos wir aufgewachsen sind, verhalten wir uns demokratisch oder faschistoid, massenkonform oder aufrührerisch.
Unser gesamtes Weltbild ist anerzogen, selbst wenn wir das nicht glauben wollen.
Nicht nur dann, wenn das allgemeine und elterliche Umfeld zu dominant ist, fügt sich der Mensch und übernimmt ungefragt fast alles, was man ihm vorgekaut hat.
Viele Menschen wachsen mit einem Feindbild auf, das sie ihr Leben lang behalten und an ihre Kinder weiter geben. Darüber schütteln wir den Kopf.
Und sehr viele Menschen wachsen mit einem Opferbild auf, das sie ebenfalls nicht überdenken und an die nächste Generation weitergeben.
Unsere „Nutz- und Haustiere“ gehören zu diesen Opfern. Sie haben das, was der Mensch mit ihnen macht, als selbstverständlich hinzunehmen, dafür sind sie da.
Stereotype Aussagen wie „ohne Käse kann ich nicht“, „Kinder brauchen Fleisch“ und „ich steh nicht an der Spitze der Nahrungskette, um Salat zu essen“, werden von einer Generation an die nächste weiter gegeben.
Anerzogene Vorurteile über mangelnde Intelligenz und Leidensfähigkeit der Opfer rechtfertigen die vermeintliche Machtposition ebenso, wie anerzogene Vorurteile über die Wertigkeit und Vielfältigkeit veganer Alternativen.
Nicht nur unsere Eltern und Lehrer prägen unser Weltbild, es sind auch Massenmedien und die mit deren Input konform gehende Gesellschaft.
Wenn wir auf unsere innere Stimme, unser Bauchgefühl hören, merken wir, was stimmt und was falsch ist.
Aber die vielen Stimmen im Kopf, die als Echo anerzogener Gesellschaftsmuster Gegenteiliges vermitteln, sind meist lauter und halten uns im Trott.
Wir werden von klein auf manipuliert und wir lernen, uns selbst zu manipulieren, um nicht aus der Reihe zu tanzen. Egal, wie viel Blut an unseren Händen klebt...
Wenn es nicht das Blut unserer eigenen Art oder unserer Kuscheltiere ist, nehmen wir es hin und klammern erfolgreich alles aus, was uns die innere Stimme vermittelt, sofern sie nicht schon längst zum Schweigen verurteilt wurde.
Faschismus gegenüber nichtmenschlichen Tieren ist in diesem System gesellschaftsfähig.
Vielleicht hilft es uns, unser Verhalten besser zu verstehen, wenn wir uns in ein Kind hinein fühlen, das in einem religiös dogmatischen Staat aufwächst, in dem anders Denkende mit einem Feindbild versehen werden.
Was unterscheidet uns von diesem Kind und dem daraus entstehen Erwachsenen?
Es sind wohl nur Grauschattierungen, etwas mehr Demokratie, etwas mehr Toleranz, weil wir Glück hatten, hier und nicht dort aufzuwachsen.
Wirklich objektiv und ehrlich können wir nicht sein, wenn wir uns mit einer Rostbratwurst im Bauch gegen Nazis aussprechen.
Empathie ist nicht erlernbar, sie ist tief in uns verankert und wird von uns unterdrückt, weil wir es nicht anders gelernt haben.
Mitgefühl gegenüber den obligatorischen Opfern wird noch immer als Schwäche ausgelegt und erntet allgemeines Gelächter.
So lernen wir es von unseren Klassenkameraden, Kollegen und Fernsehköchen und so geben wir es an unsere Kinder weiter, während wir über andere Formen des Faschismus den Kopf schütteln.
Betrachten wir uns mal von außen, aus der Sicht eines Kindes, dem früh vermittelt wurde, dass es keinen Sinn macht, mit Hunden zu leiden und Schweine leiden zu lassen, so schütteln wir vielleicht über uns selbst den Kopf.
Wir erwarten von jenen, für die wir wegen politischer oder religiöser Ansichten kein Verständnis haben, dass sie von selbst drauf kommen, was bei ihnen falsch läuft, dass sie von allein den Weg aus ihren anerzogegen Denkmustern finden.
Vielleicht erwarten wir da ein bisschen zu viel, wenn wir es nicht mal schaffen, eine einheitliche Grundethik als Selbstverständlichkeit zu etablieren.

GO VEGAN!

Schlunz

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Donnerstag, 29. August 2013

Zwischen Heckenschützen und Granaten...

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Du kommst aus einem Verfolgerstaat.
Du bist mit Deinen Kindern auf der Flucht, hast alles hinter Dir gelassen, Verwandte, Freunde, Dein Haus, sofern es noch steht...
Du findest, ein Land, das Dich aufnimmt und natürlich nimmst Du die Hilfe an, so ungewiss die Zukunft auch sein mag. Es muss doch irgendwie weitergehen!
Und dann stehen da Menschen vor dem Haus, wohlgenährt, kräftig, mit neuen Schuhen.
Sie haben wahrscheinlich keine anderen Probleme als ihre Altersvorsorge, Mindestlöhne, die Angst, sich nicht das neueste Smartphone leisten zu können und dass ihr Fußballverein absteigen könnte.
Und sie bedrohen Dich und Deine Kinder, rufen böse Parolen, werden handgreiflich, bis Du mit Deinen Kindern zitternd weiterziehst. Wohin...?!
Es sei Dir gestattet, diesen Menschen ein ähnliches Schicksal zu wünschen, dass auch sie mal die Erfahrung machen, statt Hilfe nur verschlossene Türen und Hass zu ernten.
Du denkst, es geht diesen Menschen viel zu gut, sie haben noch kein wirkliches Leid erlebt, wissen nicht, was Angst ist, sie sind dekadent, arrogant und dumm? Du hast recht!
Doch das hilft Dir wenig. Du willst nicht in einem Land bleiben, in dem Du um das Wohl Deiner Kinder kaum weniger fürchten musst, als in Deiner Heimat.
Und so haben sie gewonnen. Nicht an Menschlichkeit, nicht an Wohlstand, nur an Perversion.
Und während Du mit Deinen Kindern das Haus verlässt, in dem Du nicht erwünscht bist, gehst Du auch an Menschen vorbei, die Dir wohlgewollen sind, die sich den bösen Menschen entgegen stellen.
Du siehst, dass sie sich für ihre Landsleute schämen, dass manche weinen und mit Dir leiden.
Doch auch das hilft Dir nicht! Es ist zu spät, Dein Vertrauen wurde gebrochen, Deine Hoffnung ist um ein weiteres Mal geschwunden.
Es tut mir leid! Auch ich weine um Dich und Deine Kinder!
Und ich schäme mich!
Ich wünsche Dir, dass Du irgendwann Geborgenheit, Toleranz und Liebe findest!
Wir haben eigentlich alles, was Du brauchst.
Wir haben Milliardenüberschüsse, sind Exportweltmeister...
Und wir haben Arschlöcher. Dumme Arschlöcher, die Dir und Deinen Kindern Angst machen...
Die brauchst Du nicht. Die braucht niemand. Es sind zu viele!
Da, wo Du herkommst, sind jetzt ne Menge Häuser frei, es gibt viel zu tun, viel aufzuräumen, zwischen Heckenschützen und Granaten...
Dort könnten sich diese Arschlöcher mal neu orientieren, ihr Leben übderdenken, sofern sie es nicht am Tag der Ankunft verlieren...
Vielleicht gäbe ihnen ein Besuch in Deiner Heimat die Möglichkeit, zu reflektieren, die eigene Perspektive zu überdenken...
Doch für einen solchen "Abenteuerurlaub" sind sie zu feige.
Dick, verwöhnt, unfähig, sich anzupassen, am Boden zerstört, wenn das Laken im Hotelzimmer mit fremden Haaren verseucht ist...
Als Du mit Deinen Kindern durchgefroren auf dem Flüchtlingsboot gesessen hast, konntest Du Dir nicht vorstellen, dass es solche Menschen gibt.
Jetzt weißt Du es.
Und es tut mir leid...

Schlunz
 
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Montag, 12. August 2013

animal.fair empfiehlt...

...Bilder- und Kinderbücher von Schlunz

Toll geschriebene Rezension... ;o)

http://www.animalfair.at/2013/08/animal-fair-empfiehlt-bilder-und-kinderbucher-von-schlunz/




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Mittwoch, 19. Juni 2013

"Der kleine Faschismus"

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Sozialpädagogen, Erzieher, Psychologen und politisch aktive Linke haben oft eins gemeinsam: Sie stehen moralisch und intellektuell auf einem "Gutmenschenpodest", welches anfängt zu wackeln, wenn Veganer das Umfeld betreten.
Kognitive Dissonanz durch Grundethik.
Einem Nazi ist scheißegal, ob Du vegan bist oder nicht, der denkt höchstens "Adolf war ja auch Vegetarier".
Sozialpädagogen, Erzieher, Psychologen, Lehrer, etc. und politisch aktive Linke ertragen Deinen Veganismus meist nur mit Störgefühlen.
Dazu musst Du nichts machen, nichts sagen, nicht mal irgendwie gucken, es reicht, dass sie wissen, dass Du vegan bist.
Der Grund liegt darin, dass sie die Grundethik, das moralische Gesamtpaket längst erkannt haben, dass sie die Zusammenhänge verstehen und sich dennoch gegensätzlich verhalten. Sie möchten nicht an Widersprüchliches erinnert werden (solange Mörder unter sich sind, ist das Morden legitim...).

Auch der "Gutmensch" weiß: "Angriff ist die beste Verteidigung" und es wird erstmal nach den Leichen im veganen Keller gesucht.
Wenn diese nicht auffindbar sind, kommt als nächste Stufe das Schönreden des eigenen Speziesismus (nur Biofleisch und so) und wenn das auch nicht klappt, wird der Veganismus schlecht geredet (Klischees über Mangelerscheinungen und eingeschränkte Möglichkeiten).
Wenn man genug Bullshit labert, wird schon irgendwas dabei sein, was auch den nervenstärksten veganen Menschen aus der Fassung bringt und spätestens dann hat man die Bestätigung: "So möchte ich nicht werden!"
Daraus entsteht der Umkehrschluß, dass man sich, der Welt und vielleicht sogar den Tieren einen Gefallen tut, wenn man weiterhin unvegan lebt.
Damit ist man gerüstet und dem nächsten Veganer, dem man begegnet, wird dann erstmal die vermeintliche Intoleranz des Vorgängers angelastet.
Wie schnell man sich selber über Bullshit in anderen Bereichen aufregt, wo man wegen allgemein anerkannter "Political Correctness" sogar Applaus erntet, ist nebensächlich.
Wenn sie Menschen therapieren, resozialisieren und am Weltbild rütteln, gehen sie an die Wurzeln, suchen in der Vergangenheit des Betreuten nach Ursachen und Lösungspunkten.
Wenn es um ihre eigenen Verhaltensweisen geht, ist es legitim, die Erziehung als unumkehrbaren Vorwand einzusetzen.
"Ich bin damit groß geworden, mein Onkel hatte Hühner und bla bla..."

Ich kenne Veganer in diesen Berufs- und Lebensbereichen, die das Geschriebene bestätigen können.
Sie haben den Wunsch, dass ihre Kollegen, Mitstreiter und Genossen mal das ethische Gesamtpaket öffnen, statt Regelmäßig "den kleinen Faschismus" zu leben.
"Der kleine Faschismus" ist meine analoge Wortkreation für Speziesismus.
Man kann sich zwar streiten, ob das nicht genauso großer Faschismus ist, wie der gegenüber Menschen, aber da auch erwähnte "Gutmenschen" ihre Spezies über alle anderen stellen, halte ich das "kleine" für eine legitime geistige Einparkhilfe.

Siehe auch:
http://schlunz-extra.blogspot.de/2009/03/papa-warum-leben-wir-vegan.html
http://schlunz-extra.blogspot.de/2013/03/mein-kind-soll-das-selbst-entscheiden.html

In der Hoffnung, dass ich hiermit den einen oder anderen "Gutmenschen" erreiche, verbleibe ich hochachtungsvoll vor Einsatz und Hingabe. Da ist wie gesagt noch Platz nach oben, man muss nur etwas unterlassen (less is more!).

Go vegan! ;o)

LG, Schlunz

Sonntag, 21. April 2013

"Verschwörungstheorie" war gestern

Tacheles: 
"Verschwörungstheorie" war gestern.
Vielleicht trauen sich jetzt mehr Leute aus der Deckung, beginnen darüber nachzudenken, was sie und ihre Kinder einatmen, was Böden, Pflanzen und Gewässer belastet, was Mensch und Tier krank macht...
In der Pressemitteilung der Grünen sowie der vereinten Liberalen/Demokraten vom 30.03.2013 geht es nicht um Theorien.
Auf der Seite des europäischen Parlaments wird das HAARP-Projekt und seine Auswirkungen auf die Ionosphäre detailliert erklärt.
Im Rahmen der Konferenz am 8. und 9. April wurde auch der zweite Film von Michael J. Murphy ("Why in the world are they spraying?") gezeigt, mit Hintergründen zu Wasser- und Nahrungsmittelkontrolle, Monsanto, etc...
Die National Health Federation zeigt den direkten Zusammenhang zwischen dem krassen Anstieg neurodegenerativer Krankheiten bei jungen Menschen (Alzheimer/Parkinson) und den versprühten Aluminium-Nanopartikeln. (http://schlunz-trails.blogspot.de/p/texte.html)
Es gibt viele begriffsstutzige erziehungsberechtigte Lobbyismusopfer, die ihren chronisch kranken Kindern die Veränderungen in der Natur schönreden/verschweigen, während sie ihnen nicht früh genug vermitteln können, wie schlimm Atomkraft ist...
 

Die gesamte Konferenz ist im Youtube-Channel von Werner Altnickel einsehbar (von seiner politischen Einstellung distanziere ich mich!).

Siehe auch: PRESSEMITTEILUNG 30. März 2013 "Über die Theorien des Wetterwandels hinaus - Die Zivilgesellschaft gegen das Geoengineering"

Sonntag, 31. März 2013

"Mein Kind soll das selbst entscheiden"

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Vor ein paar Tagen wurde ich zu meiner Meinung über vegane Eltern gefragt, die sagen, dass ihr Kind selbst entscheiden soll, wie es sich ernährt, die zwar "etwas Positives" vorleben, ansonsten aber keinen Einfluss ausüben wollen.
Diese Einstellung wird von vielen Menschen bevorzugt, damit sich das Kind in der Schule und unter Freunden nicht "ausgegrenzt" fühlt.

Ich überlegte kurz, was ich antworte und dann fiel mir erstmal Folgendes auf: Meine Eltern machten mir einst klar, dass es für mich kein Kriegsspielzeug gibt und dass sie mir weder Plastikpanzer noch Maschinengewehre kaufen.
Deshalb wurde ich nicht ausgegrenzt.
Oft passten sich die anderen Kids mir an. Wenn ich der Einzige ohne Knarre, Panzer oder Plastiksoldaten war, spielten wir halt etwas anderes als "Krieg" oder "Cowboy und Indianer".

Man brachte mir auch bei, dass ich nicht mit dem Finger auf Menschen zeigen und "PENG PENG" sagen darf. Auch deshalb wurde ich nie gemieden, selbst wenn meine Spielkameraden auf alles "schossen", was zwei oder vier Beine hat.
Diese grundpazifistische Einstellung meiner Eltern wird allgemein als "löblich" empfunden.
Klar, Gewalt gegenüber Menschen ist scheiße, selbst dann, wenn sie im Spiel simuliert wird. Man weiß scheinbar um die Zusammenhänge zwischen spielerischer und ernsthafter Handlung.

Warum sollten also vegane Eltern, die sicherlich intervenieren würden, wenn ihre Kinder an Satanistenpartys oder Wehrsportveranstaltungen teilnehmen wollen, beide Augen zudrücken, sobald es um nichtmenschliche Tiere geht?
Vielleicht, weil sie darum wissen, dass sich sowohl Kinder als auch Kindergärtner und Lehrer gerne dazu hinreißen lassen, vegane/vegetarische Kinder kollektiv mit Klischees zu konfrontieren.

Kognitive Dissonanz durch ein schlechtes Gewissen, dessen Ausmaß wirklich groß sein muss, wenn sich pädagogisch ausgebildete Erwachsene dazu hinreißen lassen, Kinder zu mobben und auszugrenzen...
Das ist nicht die Regel aber dennoch peinliche Realität, zu viele vegane Kinder und Eltern können das bestätigen.

Je nach Selbstbewusstsein und Härtegrad des Mobbings leiden Kinder natürlich darunter und insofern konnte ich die Frage nicht klar beantworten.
Mit 14 entschied ich mich, keine Tiere mehr zu essen und damit schwamm ich voll gegen den Strom, doch das war meine eigene Entscheidung.
Wenn vegane Eltern ihren Kindern vermitteln, dass sie Gewalt gegenüber Menschen nicht dulden, während Gewalt gegenüber Tieren die Privatsache des Kindes bleibt, handeln sie speziesistisch. Das zumindest sollte ihnen klar sein.

Ich weiß, dass es viele vegane Kinder gibt, die aus sich heraus mit voller Lebensfreude geradezu ansteckend wirken und Zweifler mit schlichter Argumentation zu neuen Denkansätzen bringen.
Vielleicht sind sie ja ein Anreiz, es zu unterlassen, für ein bequemes Leben in dieser kaputten Gesellschaft leidensfähige Individuen zu opfern...

Siehe hierzu auch:
"Papa, warum leben wir vegan?"


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